Systemaufstellung als Aktionsforschung

Systemaufstellung als Aktionsforschung

Systemaufstellung als Aktionsforschung

Grundlagen, Anwendungsfelder, Perspektiven
mit Gastbeiträgen von Georg Gombox, Henriette Katharina Lingg, Ruth Sander und Wolfgang Zimmermann

Siegfried Rosner

ISBN 978-3-86618-150-2,
Rainer Hampp Verlag, München und Mering 2007
173 S., € 19,80

Die Systemaufstellung hat sich in der Organisationsberatung als (Gruppen-) Simulationsverfahren für Systeme als fruchtbarer Ansatz erwiesen. Als „Aktionsmethode“ liefert sie handlungsnahe Beschreibungen von Wirkungszusammenhängen in Organisationen und vermittelt den Mitwirkenden eine Vorstellung von Funktionsweise und Gestaltbarkeit organisatorischer Beziehungsgeflechte und Regeln.

Die diesbezügliche Forschung im Rahmen einer Action Science ist aber noch rar. Dieser Band will Anregungen zum Konzept einer Systemaufstellung als Aktionsforschung bieten. Dazu werden wichtige methodologische Grundlagen des Systemaufstellungsverfahrens dargestellt und diskutiert, typische Anwendungsfelder und methodische Weiterentwicklungen der „Systemaufstellung in Aktion“ durch vier Gastbeiträge am Praxisbeispiel vorgestellt und schließlich die auf einer breiten philosophischen und psychologischen Basis von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer entwickelten Systemischen Strukturaufstellungen (©SySt) gezielt auf soziologische Aspekte und Konzepte bezogen. Das Systemaufstellungsverfahren soll dabei als Methode einer soziologisch bewussten und auch gesellschaftstheoretisch inspirierten Aktionsforschung etabliert werden.

Bei den Interventionen der ©SySt-Schule wird mit ausgewiesenen Annahmen über Ordnungsprinzipien zum Systemerhalt gearbeitet. Am Beispiel des „Prinzips der Zugehörigkeit“ unter den Bedingungen „doppelter Entgrenzung“ werden die möglichen Folgen des Strukturwandels in Wirtschaft und Gesellschaft für die Aufstellungsarbeit und ihre interventionstheoretischen Grundlagen diskutiert. Angeregt wird, darüber zu forschen, was das Konzept des „Arbeitskraft-Unternehmers“ und die neue Sozialfigur des „Arbeitenden Kunden“ für das Verständnis systemischer Ordnungsmomente und für die systemische Interventionslehre bedeuten könnte.

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Heinrich Blank